Wie weiter mit den Abgaben auf Smartphones, Tablets und anderen Leerträgern?

Ganz am Anfang ging es um Musik und Filme, die auf Audio- oder Videokassetten aufgenommen wurden. Dafür war eine urheberrechtliche Vergütung geschuldet. Das ist ein alter Hut, die Technologie hat sich rasant weiterentwickelt, heute leben wir in der digitalen Welt. Die Gesetzesbestimmung ist aber gleich geblieben. Noch immer ist jede Werkverwendung und damit eben auch das Speichern im privaten Kreis und für Freunde und Verwandte erlaubt. Und noch immer hält das Gesetz fest, dass wer Leerkassetten und andere zur Aufnahme von Werken geeignete Träger herstellt oder importiert, dafür eine Vergütung bezahlen muss: Diese Regelung ist Grundlage für die verschiedensten Gemeinsamen Tarifen: Der Gemeinsame Tarif 4 regelt das Aufnehmen auf Kassetten, auf CDs und DVDs, der Gemeinsame Tarif 4d bestimmt die Vergütung für das Speichern auf digitalen Speichermedien wie Microchips oder Harddiscs in Audio- und audiovisuellen Aufnahmegeräten, beim gemeinsamen Tarif 4e geht es um das Speichern auf Smartphones und der Gemeinsame Tarif 4f regelt die Tabletspeicherung. Insgesamt wurde für all diese Tarife im Jahr 2014 fast 10.5 Millionen Franken bezahlt. Ende nächstes Jahres laufen diese Tarife aus und müssen zur Zeit neu verhandelt werden. Der DUN ist als massgebender Nutzerverband dabei Verhandlungspartner der Suisa. Und wir fragen: Sind das zu viele Tarife? Braucht es eine Vereinfachung und eine Entwirrung dieses Tarifdschungels? Bis im Mai 2016 bleibt noch Zeit zum Verhandeln. Für uns ist klar, die Tarife dürfen der technologischen Entwicklung nicht hinterherhinken: Sie müssen verhältnismässig und zeitgemäss sein – und vor allem nicht zu teuer.