Neuverhandlungen der Kopiertarife: 16.8 Millionen Franken sind genug!

Insgesamt 16.8 Millionen Franken hat die Schweizer Wirtschaft, Forschung und Lehre im letzten Jahr an urheberrechtlichen Kopier- und Speicherabgaben bezahlt. Klar ist: In Büros, Betrieben, Verwaltungen, Bibliotheken und anderswo dürfen für den Geschäftsgebrauch Zeitungsartikel, ganze Kapitel aus Büchern oder andere so genannt urheberrechtlich geschützte Werke kopiert werden. Das kostet eine Vergütung – mit Ausnahme des Privatgebrauchs, der gratis erlaubt ist. Eine weitere Abgabe kostet das Speichern eines solchen Artikels auf dem Betriebsserver. Wieviel das kostet, wird in den Gemeinsamen Tarifen 8 und 9 (GT 8 und GT 9) festgelegt. Diese beiden Tarife laufen aus und müssten neu verhandelt werden. Die Verwertungsgesellschaft ProLitteris hat auf den Herbst 2015 zu den Verhandlungen eingeladen.

Der DUN wird sich an den Verhandlungen für die Nutzer und Nutzerinnen stark machen. Wir kämpfen gegen immer weitere Erhöhungen dieser Abgaben. Ebenfalls nein sagen wir zum Mehrfachbezahlen für das Gleiche: Ein Zeitungsartikel wird online beim Verlag gekauft – das kostet. Danach wird er im Server gespeichert – und das kostet eine Abgabe gemäss dem GT 9. Schliesslich wird er ausgedruckt – und damit fällt die GT 8 Abgabe an. Soll der Artikel für unterwegs auch noch auf dem Tablet abgelegt werden? Auch das kostet eine urheberrechtliche Tarifabgabe.

Der DUN sagt: So nicht. Wir werden uns an den Verhandlungen für faire, verhältnismässige und angemessene Abgaben einsetzen.