Kein Tarif für Smartwatches – bis jetzt

Wer ein Tablett kauft, bezahlt automatisch eine Urheberrechtsvergütung, ebenso geht es beim Kauf eines Smartphones. Auf jeder CD, DVD, Leerkassette, MiniDisc und jedem MP3-Player sowie Digital Video Recorder und ähnlichen Geräten bezahlt der Käufer und die Käuferin einen Betrag dafür, dass darauf urheberrechtlich geschützte Werke wie Lieder und Filme gespeichert werden können. Diese sogenannte Leerträgerabgabe ist von Gesetzes wegen vorgesehen, die konkrete Höhe wird jeweils in den verschiedenen Urheberrechtstarifen bestimmt. Nun wollten die Verwertungsgesellschaften einen weiteren Tarif einführen – und zwar für das Speichern auf den sogenannten Smartwatches. Hier hat der DUN aber Stopp gesagt: Was, wie und ob überhaupt auf den Smartwatches gespeichert wird, ist noch völlig offen. Ist die Smartwatch nicht vielleicht eher primär ein Fitnessgerät? Oder befinden sich evtl. mehrheitlich urheberrechtlich völlig irrelevante Apps darauf? Der DUN hat daher von den Verwertungsgesellschaften verlangt, dass genau diese Fragen vorgängig beantwortet und belegt werden müssen. Ohne entsprechendes überzeugendes Zahlenmaterial wird der DUN nicht Hand bieten zu einer weiteren finanziellen Belastung der Wirtschaft und Nutzer.